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Bahnhof Bad Berneck (Spur 0) mit Stellpult und CanServoDecoder

Erstellungsdatum: 28.04.2014 17:15

Autor: Thomas Kortschack

Unsere Spur 0 Anlage war schon länger nicht mehr in einer Ausstellung zu sehen, was u.a. daran liegt, dass wir vor ein paar Jahren einen Wassereinbruch in einem Lager hatten. Durch ein undichtes Dach in einem separaten Lager wurden diverse Module vom Bahnhof Bad Berneck enorm aufgeweicht, sodass diese letztendlich nicht mehr zu retten waren und ein Neubau unausweichlich ist.

Die neuen Modulkästen sind bereits fertig.
Neben den drei breiten Bahnhofsmodulen für Bad Berneck, wurden auch noch 3 weitere Streckenmodule gebaut, letztere zwei für eine 90 Grad Kurve. Der hier gezeigte Aufbau ist fast 10m lang.

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Da sich leider erst im Nachhinein herausstellte, dass für dem Bahnübergang bei Bad Berneck doch zu wenig Platz vorhanden ist, wurde nachträglich ein kleines zusätzliches Modul konstruiert. Dieses Modul wird später einfach an die aufgebaute Anlage angehängt.
Nach der Kurve schließt die alte Strecke nach Himmelkron an, die durch den Wassereinbruch kaum beschädigt wurde.

Anders als in den vergangenen Tagen, wird die Anlage nicht mehr Analog betrieben. Dies liegt u.a. daran, dass im Verein kaum rollendes Material vorhanden ist und private Loks i.d.R. mit Lokdecodern ausgestattet sind (teils mit Sound bzw. Digitalkupplung). Die Umrüstung der wenigen Vereinsloks ist somit nur eine geringe Hürde.

Auf den Streckenmodulen sind die Gleise schon gelegt und die Landschaft nimmt auch Gestalt an. Anders sieht es noch auf den Bahnhofsmodulen aus. Zwar liegen schon diverse gerade Gleise, jedoch sind die Weichen aufgrund der Mechanik und der Antriebseinheit noch nicht montiert.

Fertig ist hingegen schon das Stellpult, das zunächst am PC geplant wurde.

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Dieses Stellpult funktioniert nicht nach dem klassischen Schema "Zu jeden Antrieb mehrere Kabel ziehen", sondern die Tasten und auch die LEDs für die Weichenlagen hängen an einem CAN-Decoder.

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Nach außen hin existieren lediglich zwei Anschlüsse. Das ist zum einen ein einfacher Steckernetzteil-Anschluss für die Energieversorgung und zum anderen eine Buchse für den CAN-Bus, um ein Patchkabel einzuklinken.

Im Inneren des Stellpultes sind CAN-digital-Bahn SwitchMann-Module verbaut, die kompatibel mit dem Märklin CAN-Kommunikationsprotokoll sind und die Befehle zum Schalten über den CAN-Bus an die Digitalzentrale bzw. den CAN-Schaltdecodern übermitteln.

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Da die Weichen mit Servo-Antrieben geschaltet werden sollen, benötigt man somit CAN-Module für Servo-Antriebe. Da es auf dem Markt solche Decoder bisher nicht gegeben hat, die unsere Wünsche erfüllen, wurde privat ein eigener CanServoDecoder für 4 Servos entwickelt.

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Verbaut ist ein Schaltregler, damit nicht zu viel Energie in Form von Wärme verbraten wird. Durch Transistoren kann jeweils die Spannung eines Servos in der eingestellten Endlage abgeschaltet werden. Die 4 bistabilen Relais benötigen nur beim Umschalten Energie und werden für die Herzstückpolarisierung benötigt.

Das im Bild ersichtliche Taster-Board wurde aus einem alten Multifunktionsgerät (Scanner/Drucker) ausgeschlachtet und wird derzeit zweckentfremdet als Fernbedienung zum Schalten der 4 Servos eingesetzt. Im Programmiermodus lassen sich damit auch die Endlagen einstellen.

Die Verwendung mit dem o.g. Stellpult und den dort verbauten SwitchMann-Modulen funktioniert schon ganz ordentlich, auch wenn die Software des CanServoDecoders noch nicht fertig ist und sicherlich noch ein paar Wochen in Anspruch nimmt, da diverse andere Projekte auch auf der Agenda stehen.

Von diesem Decoder werden unter der Anlage dann Spur 0 Servoweichenantriebseinheiten von H0fine angesteuert, die eine Laternendrehung ermöglichen und die Weichen mittels Federstahldraht schalten. Als Attrappe der Weichenlaterne dient derzeit ein Klebezettel, sodass die korrekte 90 Grad Drehung des Messingrohres zu sehen ist, wo optional sogar Kupferlackdrähte für eine Beleuchtung eingefädelt werden können.

Der ein oder andere Modellbahner wird sich sicherlich die Frage stellen, ob man diese Anlage dann auch per PC steuern kann.
Prinzipiell ist es kein Problem dies zu realisieren, zumal hier das Märklin Kommunikationsprotokoll für den CAN-Bus genutzt wird und somit die CS2 und die Gleisbox mit MS2 das ebenfalls ansteuern können. Als Alternative ist der Einsatz eines CAN-Interface möglich, z.B. von MHS Elektronik oder auch von Vector.

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Eine kostengünstigere CAN-digital-Bahn CC-Schnitte reicht als Interface i.d.R. aber auch.

Da bei dieser Anlage jedoch ein reiner DCC-Betrieb geplant ist, wird eine vorhandene Lenz LZV100 Digitalzentrale dafür genutzt, die mit dem integrierten 5A Booster genügend Leistung für den Fahrbetrieb bereitstellt.
Da auf der eingleisigen Strecke ohnehin nur manuell gefahren werden soll, ist erst mal kein PC-Betrieb geplant und auch auf Belegtmelder wird aus Kostengründen verzichtet. Dennoch werden die Trennstellen und Abschnitte soweit eingeplant und verkabelt, dass ein Nachrüsten jederzeit möglich ist.