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H0-Anlage Baumgärtel - Teil 2

Erstellungsdatum: 25.05.2015 20:28

Autoren: Frank Baumgärtel, Thomas Kortschack

Mittlerweile sind 2 Monate vergangen, die Anlagenmodule stehen alle auf ihren eigenen Füßen und auch die groben Holzarbeiten sind erledigt. Zudem sind alle Trassenbretter verlegt.

Allerdings stellte sich dann doch eine kleine Planänderung heraus. Geplant war es, auf einem Anlagenmodul einen hohen Berg zu errichten, auf den eine Seilbahn führt. Da das Modul bereits ohne Berg eine Höhe von 30cm aufweist, würden wir für den Berg mindestens nochmal die gleiche Höhe benötigen. Um die Anlage in Zukunft an ihren Bestimmungsort zu bringen, muss allerdings ein schmaler Kellerflur durchquert werden. Mittels PC und 3D-Zeichnung stellte sich heraus, dass bereits bei einer Modulhöhe von über 50cm kein durchkommen mehr ist, weil das Modul gedreht werden muss, um durch eine Tür zu kommen.
Aufgrund der o.g. Sachlage und des Gewichts des Moduls wurde sich dafür entschieden einen abnehmbaren Berg aufzusetzen, so wie wir es vor Jahren auch auf unserer LGB-Anlage gemacht haben. Dieser kann dann separat transportiert werden.

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Ein weiterer Arbeitsschritt ist das Verlegen der Korkstreifen als Gleisunterlage. Aus der Gleisplanungssoftware wurden alle Gleismitten entnommen und auf den Trassenbrettern aufgezeichnet. Hier erwies sich neben einem Tapetenlineal auch eine anschraubbare Frässchablone aus hochelastischem Kunststoff als idealer Helfer, wenn es um das Anzeichnen von Kurven und Weichenfelder geht.
Einige Korkstreifen sind schon zurechtgeschnitten und derzeit werden diese mittels Pattex auf die Trassenbretter geklebt.

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Auf den beiden Brückenmodulen hat sich auch so einiges getan. In den vergangenen Wochen wurden nach der Arbeit die späten Abendstunden genutzt, um eine Stahlbeton-Bogenbrücke zu konstruieren und zu bauen.

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Nach diversen Recherchen im Internet fanden sich einige Fotos von solchen Brückenkonstruktionen, wobei hier die Grümpentalbrücke als grobe Vorlage diente. Über diese Brücke wird später die zweigleisige Hauptstrecke führen.

Die bunten Farben im oberen Bereich der Brücke rühren daher, dass der Querschnitt des Überbaus separat gezeichnet und die Holzteile farbig markiert wurden.

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Sicherlich entspricht dieser Überbau nicht 100% der Realität, jedoch wurde hier darauf geachtet, dass sich die o.g. Holzteile aus Mehrschichtplatten noch mit den zu Verfügung stehenden Maschinen bearbeiten lassen.
Da die Brücke eine Gesamtlänge von über 2m besitzt, wurde im blauen Holzteil eine Nut eingefräst, um u.a. eine Kabeldurchführung zu schaffen.

Der Überbau wurde aus den einzelnen Teilen zusammengebaut. Die Brückenpfeiler sind hingegen aus massiven Multiplexplatten per Kreissäge herausgesägt. Der Bogen wurde auf einer Multiplexplatte aufgezeichnet, in einer Schreinerei mit einer Bandsäge grob ausgeschnitten und an der Umlenkrolle einer Kantenschleifmaschine letztlich auf Maß geschliffen. Alle Unebenheiten wurden vor dem ersten Spritzen der Brücke verspachelt und verschliffen. Nach dem ersten Spritzen wurde die Brücke nochmal leicht nachgeschliffen und letzte Unebenheiten nachgespachtelt. Anschließend wurde die Brücke noch zweimal lackiert.

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Die Besonderheit an dieser Brücke ist auch, dass diese in der Mitte teilbar sein muss, da hier auch die Trennung der beiden Module ist. Im geteilten Überbau sind deshalb auf einer Seite als Führung Holzdübel eingeklebt.
Anders als die Modulkästen, werden die beiden Brückenhälften nach dem Aufbau der Module nicht verschraubt. Im unteren Bereich des Brückenbogens wurde ein sogenannter Butterfly-Verschluss eingebaut, der normalerweise für Transportkisten im Musikbereich (Cases, Racks) eingesetzt wird. Dieser Verschluss lässt sich umklappen und mittels Hand festziehen. Die eingebaute Feder spannt die beiden Brückenhälften fest aneinander.

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Des Weiteren haben unsere Jugendlichen angefangen Häuser zusammenzukleben. Beim Zusammenbau der Gebäude soll auch gleich eine Beleuchtung eingebaut werden, natürlich in der heutigen Zeit mit LEDs.

Weitere Berichte über den Baufortschritt werden folgen.