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Zweitagesausflug 2017

Am 29. April begaben wir uns in den Morgenstunden mit einer 8 köpfigen Mannschaft auf einen Zweitagesausflug.

Unser erstes Ausflugsziel war der Eisenbahnclub Erfurt 1965 e.V., bei dem wir von den Vereinsmitgliedern herzlich empfangen wurden und rund um ihre Anlage über diverse Themen fachsimpeln konnten. Hauptattraktion des Vereins ist eine PC-gesteuerte H0 Modellbahnanlage, die auch über große Erbert Stelltische verfügt. Das Gleismaterial ist u.a. von Pilz (heute Tillig).

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Momentan wird die Anlage noch mit dem Gahler+Ringsmeier System gesteuert, wobei die analogen Loks über die in den einzelnen Blöcken angeschlossenen Elektronikbausteine geregelt werden.
Obwohl die Anlage soweit fahrbereit ist, möchte der Erfurter Verein dennoch einen Schritt wagen und die Anlage auf modernere Technik umbauen, sodass dann auch digitale Lokomotiven mit diversen Funktionen (z.B. Sound) gesteuert werden können. Erste Tests mit TrainController konnte man schon im Hintergrund erkennen. Empfehlenswert ist der Besuch auf jeden Fall, denn die Anlage ist mit vielen Gimmicks ausgestattet, die der Anlage Leben einhauchen (z.B. Kanalarbeiter, der mit Kopflampe aus Kanalschacht schaut).




Unsere Reise führte anschließend weiter zur Modellbahn Wiehe. Auf riesengroßen Hallenflächen gibt es hier u.a. Modellbahnen in den Spurweiten TT, H0 und LGB zu sehen, sowie diverse Dioramen.
In einem Zwischengang gab es in einer Kinderecke in Vitrinen ausgestellte LGB Modelle, die wir begutachteten und währenddessen scherzten, weil unser Schriftführer den LGB LCE bediente und vor einer Affentapete eine Pause einlegte. Fröhlich gelaunte Franken mit Vereinsbekleidung fallen natürlich auf und so sprach uns eine Person an, die sich mit einem Erwachsenen-Dreirad zwischen den Hallen bewegte. Es stellte sich während der netten Gespräche heraus, dass wir hier direkt vom Geschäftsführer Hans-Jörg Stiegler angesprochen wurden, der uns bei einigen Anlagenbereichen noch begleitet und vieles erklärt hat.

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Etwas erstaunt - aufgrund der enormen Größen der Anlagen - waren wir schon, dass Herr Stiegler das mit nur rund 8 Mitarbeitern stemmt und hier keinerlei Digitaltechnik den Einsatz findet. Alles basiert auf Blockstellenbetrieb mittels Reedkontakten und Magneten. Es gab zwar scheinbar schon vor einiger Zeit Tests mit digitaler Technik, doch laut den Aussagen des Geschäftsführers waren viele namhafte Hersteller schon vor Ort und seiner Meinung nach haben diese ihre Technik einfach nicht im Griff was Zuverlässigkeit angeht. Auch wenn so mancher Digitalbahner mit PC-Steuerungstechnik erstmal verblüfft ist, muss man eingestehen, dass der Zugbetrieb auf den Anlagenteilen dennoch enorm ist. Egal an welcher Stelle man Fotos macht, man hat gleich mehrere fahrende Züge vor sich. Gehetzte Mitarbeiter, die irgendwelche schwerwiegenden Zugunfälle auflösen müssen oder vor einem Tablet/PC kämpfen – wie bei anderen Großanlagen schon mehrfach beobachtet - konnten wir nicht beobachten. Wer also glaubt, dass mit Analogtechnik keine Großanlagen funktionieren, der kann sich das Gegenteil in Wiehe ansehen.

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Zum Schluss des Tages kamen wir dann in Artern im Hotel Friedchen unter.

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Vor dem Abendessen wurden noch ein paar Fotos am Bahnhof Artern geschossen.

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Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ging es weiter ins Bahnbetriebswerk Arnstadt. Wir erhielten dort eine Führung durchs Betriebsgelände mit einer funktionsfähigen Drehscheibe, die extra wegen uns in Betrieb gesetzt wurde.
Auch wurden uns zu den Dampflok- bzgl. Diesellokomotiven viele technische Hintergründe erläutert, z.B. dass es auch Dieselloks ohne elektrischen Anlasser gibt, die durch Luftdruck angelassen werden und anschließend durch die vom Dieselmotor bekannte Eigenzündung laufen.

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Im Nachbargebäude des Bahnbetriebswerks gibt es eine Interessengemeinschaft zur Erhaltung des BW Arnstadt im Modell. Trotz der derzeitigen Renovierungsarbeiten des Vereinsheims durften wir einen Blick auf die Hauptanlage werfen, dir zwar nicht fahrbereit war, was aber keinen Abbruch machte. Auf einer kleineren Anlage mit raffiniertem Gleisverlauf war zu bestaunen, dass man selbst auf kleinem Raum viel unterbringen kann.

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Auf der großen Anlage werden Tillig Gleise eingesetzt, sowie das Lenz Digitalsystem und einige Bausteine von Blücher. Die Anlage wird mittels PC gesteuert und mehrere Kameras bieten Live-Ansichten.

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Da wir von Kulmbach aus ab und zu mal in Richtung Coburg bzw. Rödental unterwegs sind, ist uns natürlich auch in Oberfranken der Bau der Aus- und Neubaustrecke Nürnberg-Berlin nicht entgangen.
Deshalb besuchten wir bei diesem Ausflug auch das DB Info-Zentrum in Goldisthal, was auch für interessierte Bürger errichtet wurde, um an Informationen zu kommen.

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Nachdem uns dort u.a. ein Informationsvideo gezeigt wurde, machten wir eine Wanderung zur naheliegenden Besucherplattform, die dem ein oder anderen sicherlich etwas Schweiß gekostet hat, aufgrund der erklommenen Höhenmeter durch steile und wurzelige Wanderwege. Spekuliert wurde hier von Vereinskollegen, wie der Webmaster dies später in Worte fasst, ohne auf die sportliche/körperliche Verfassung anzuspielen. Augenzwinkernder Smilie

Gelohnt hat sich der Aufstieg allemal, weil man dort einen Blick auf den Tunnel Goldberg, die Grubentalbrücke, die Dunkeltalbrücke und den Tunnel Rehberg hat.

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Trotz Sonntag wurde in den Tunneln gearbeitet, zumal ein Schienenbagger eine mobile Toilettenkabine (DIXI Klo) zwischen den beiden Tunnelportalen über die Brücken gefahren hat.

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Auf der Besucherplattform entstand auch – nach kurzer Verschnaufpause – ein Gruppenfoto.

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Nach dem Abstieg ging es wieder ab ins Auto und weiter zum Haltepunkt Obstfelderschmiede, wobei der Ort auch vielen als Talstation der Oberweißbacher Bergbahn bekannt sein dürfte.

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Nach dem Verzehr einer Thüringer Rostbratwurst sind wir mit der Standseilbahn zur Bergstation Lichtenhain gefahren.

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Hierbei wird ein Höhenunterschied von 323 Metern überwunden, wobei das Seil einen Durchmesser von 4cm aufweist und bereits das 13. eingesetzt wird. Während der Fahrt wurde der ein oder andere Fahrgast vom Personal beruhigt, dass auch von den vorherigen Seilen nie eines gerissen ist. Doch selbst da hätten wir kaum Bedenken, weil uns sogar eine Mitfahrerin erklärte, die scheinbar öfter mit dieser Bahn unterwegs ist, dass auch das Notbremssystem regelmäßig getestet wird und es nur mal kurz ein paar wenige Meter etwas schneller abwärts geht, bevor der Wagen steht.
Auf der Bergstation Lichtenhain kann man im Anschluss auf der elektrifizierten Adhäsionsstrecke bis nach Cursdorf fahren, mit einem Zwischenhalt am Haltepunkt Oberweißbach-Deesbach. Da die Hin- und Rückfahrt im Ticket inbegriffen ist und insgesamt nur rund eine halbe Stunde dauert sind wir mit dem Triebwagen der Baureihe 479 natürlich mitgefahren.

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Mit der Oberweißbacher Bergbahn ging es im Anschluss wieder zurück zur Talstation.




So langsam machten wir uns danach auf die Heimreise, wobei wir noch einen Zwischenstopp bei der Grümpentalbrücke einlegten, die uns als Vorbild für eine 2015/2016 gebaute Modellbahnanlage diente und wir diese Brücke mit dem markanten Bogen in Realität bestaunen wollten.

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Wie auch bei unserem Vereinsausflug im vorherigen Jahr waren wir fast genau 36 Stunden unterwegs.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Personen für die Gastfreundschaft bedanken. Wir würden uns sehr freuen den ein oder anderen Gleichgesinnten in unseren Räumlichkeiten wiederzusehen.